Ostermärsche: Friedensbewegung fordert stärkere Rolle des Völkerrechts

02.04.2026


In Nordrhein-Westfalen formiert sich die Friedensbewegung zu den traditionellen Ostermärschen, die in diesem Jahr erneut im Zeichen internationaler Konflikte stehen. In mehr als einem Dutzend Städten sind Aktionen geplant, die größte Route führt von Duisburg nach Dortmund. Koordiniert werden die Veranstaltungen vom in Bonn ansässigen Netzwerk Friedenskooperative, das bundesweit für die Abstimmung der Ostermärsche zuständig ist.

Die Organisatoren verweisen auf eine spürbare Belebung der Bewegung nach Jahren rückläufiger Teilnehmerzahlen. Nach Angaben der Friedenskooperative beteiligten sich 2025 bundesweit mehr als 40.000 Menschen an den Ostermärschen – deutlich mehr als in den Vorjahren. Angesichts der aktuellen Weltlage rechnen die Veranstalter nun mit mehreren zehntausend Demonstrierenden und halten eine weitere Steigerung der Beteiligung gegenüber dem Vorjahr für möglich.

Inhaltlich stehen die Proteste vor allem unter dem Eindruck der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Die Friedensbewegung fordert von der Bundesregierung verstärkte diplomatische Initiativen zur Beendigung der bewaffneten Auseinandersetzungen, eine Stärkung des Völkerrechts sowie mehr Engagement für die Leidtragenden der Kriege. Die Organisatoren setzen damit bewusst auf politische Signale in Richtung Berlin, ohne sich auf militärische oder sicherheitspolitische Detailfragen festzulegen.

Ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Märsche ist die Ablehnung einer Wiedereinführung der Wehrpflicht. Die Diskussion um eine mögliche Rückkehr zu verpflichtenden Diensten in den Streitkräften hat der Friedensszene zusätzlichen Mobilisierungsschub verliehen. Vor diesem Hintergrund erwarten die Veranstalter, dass die Ostermärsche auch im kommenden Jahr ihren Aufwärtstrend fortsetzen und sich als feste Plattform für sicherheits- und friedenspolitische Debatten im Bundesgebiet etablieren.


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