Steiermark beruhigt vor Ostern: Eier bleiben knapp, aber verfügbar

30.03.2026


In der Steiermark sehen Landwirtschaftsvertreter die Versorgung mit Eiern rund um das Osterfest trotz spürbarer Knappheit als gesichert an. Engpässe könne es zwar bei einzelnen Haltungsformen im Regal geben, doch Hamsterkäufe seien nicht notwendig, betonte die Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer (LK) Steiermark, Maria Pein. Gemeinsam mit dem Obmann der Geflügelwirtschaft Steiermark, Hans Peter Schlegl, warb sie dafür, die aktuellen Engpässe als Signal zu verstehen, die heimische Produktion gezielt auszubauen.

Die Region gilt als „Eierland Nummer eins“ in Österreich: Rund 2,5 Millionen Legehennen werden in der Steiermark gehalten. Gleichzeitig trifft der anhaltende Trend zu proteinreicher Ernährung auf eine Branche, die in wirtschaftlich schwierigen Jahren kaum neue Ställe errichtet hat, während immer wieder Betriebe ausstiegen. Laut Branchenangaben ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern in Österreich in den vergangenen fünf Jahren um 14 Stück gestiegen. Zusätzlichen Druck brachte die Vogelgrippe im Norden Europas, bei der rund zwölf Millionen Legehennen gekeult werden mussten und damit ein Teil des europäischen Angebots wegfiel.

Pein und Schlegl machen vor allem langwierige und aufwendige Genehmigungsverfahren für Stallbauten und Auslaufbereiche für die schleppende Kapazitätserweiterung verantwortlich. Baugenehmigungen dauerten häufig zwischen eineinhalb und drei Jahren, ergänzt durch kostenintensive Gutachten. Die LK-Vizepräsidentin fordert daher, an den „Stellschrauben“ der Bau- und Raumordnung zu drehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Bewertung von Geruchsemissionen: Während sich die Technik der Tierhaltung weiterentwickelt habe und moderne Anlagen deutlich weniger Emissionen verursachten, arbeiteten die Berechnungsgrundlagen vielerorts noch mit älteren Daten, was sich insbesondere bei mehreren Betrieben in einer Gemeinde summiere.

Die Branche drängt neben effizienteren Bauverfahren auch auf wirtschaftlich stabilere Rahmenbedingungen. Dafür seien aus Sicht der Interessenvertreter faire Produzentenpreise ebenso notwendig wie verlässliche Vermarktungspartner. Zusätzlich fordern sie eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Eier entlang der gesamten Wertschöpfungskette – auch bei verarbeiteten Produkten wie Nudeln oder Fertiggerichten mit Ei-Anteil. Investitionen in neue Stallungen seien nur bei langfristig planbaren Einkommen darstellbar, sagte Schlegl. Die Geflügelwirtschaft setze daher auf einen schrittweisen Ausbau der Produktion, der die steigende Nachfrage decken und die Rolle der Steiermark als führendes Eier-Bundesland absichern soll.


Behörde droht mit Zwangsgeldern, weil 20-Prozentquote bei Smart Metern verfehlt wird

Die Bundesnetzagentur verschärft den Kurs beim Ausbau intelligenter Stromzähler und hat 77 Verfahren gegen Stromnetzbetreiber eingeleitet, die die gesetzlich vorgeschriebene Quote nicht erreicht haben. Nach Angaben der Behörde in Bonn geht es um die 20-Prozentvorgabe für den Einbau...

Read more


NRW legt zu, Baden-Württemberg rutscht ab: Wie gespalten die Länderkonjunktur verläuft

Nordrhein-Westfalens Wirtschaft hat im Jahr 2025 eine leichte Erholung geschafft, während Baden-Württemberg weiter im Rückwärtsgang bleibt. Nach vorläufigen Berechnungen stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in NRW um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte das Statistische...

Read more


Secunet plant flexiblere Ausschüttungen zwischen 30 und 50 Prozent des Gewinns

Secunet Security Networks AG stellt ihre Dividendenpolitik neu auf und rückt die Finanzierung künftigen Wachstums stärker in den Mittelpunkt. Der IT-Sicherheitsanbieter aus Essen will die jährlichen Ausschüttungsvorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung künftig direkt...

Read more


Altersbeschränkungen für soziale Netzwerke: Spielräume der Mitgliedstaaten eng begrenzt

Pläne für ein nationales Social-Media-Verbot für Kinder in Deutschland stoßen nach Einschätzung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags auf erhebliche rechtliche Grenzen. In einem Gutachten, das im Auftrag der Linken erstellt wurde und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verweisen...

Read more


Butter billiger, Energie teurer: Preisschere in Berlin und Brandenburg öffnet sich

Die Inflation in Berlin und Brandenburg hat sich im März 2026 spürbar beschleunigt, angetrieben vor allem von deutlich höheren Energiepreisen infolge des Iran-Kriegs. Nach Angaben des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg lagen die Verbraucherpreise in Berlin 2,5 Prozent und in Brandenburg...

Read more